Lions Club Aalen spendet Krankenwagen für Togo im Wert von 40.000 Euro

Lions Club Aalen spendet Krankenwagen für Togo im Wert von 40.000 Euro


„Jetzt müssen Schwerkranke aus Kpalimé nicht mehr mit dem Buschtaxi zur Klinik in die Hauptstadt Lomé gefahren werden“, freut sich Anton Weber. Der Vorsitzende des Vereins Togo-Hilfe und „Schlatthof-Bauer“ aus Waldstetten ist eine der Hauptpersonen am Dienstagvormittag bei der Firma „System Strobel“ in Wasseralfingen. Der Anlass: Geschäftsführer Thomas Strobel und seine Mannschaft haben einen gebrauchten Krankenwagen auf den neuesten Stand gebracht und medizintechnisch ausgestattet. Diesen Krankenwagen im Wert von 40 000 Euro spendet nun der „Lions Club Aalen“ für die Togo-Hilfe.

Der Transport des Autos nach Togo sei trotz aller Schwierigkeiten in Corona-Zeiten schon organisiert, berichtet Thomas Strobel, selber Mitglied im „Lions Club Aalen“. In Togo werde er dann alles Notwendige regeln, sagt Anton Weber. Der 69-Jährige ist Gründungsmitglied der Togo-Hilfe. Seit 30 Jahren sei er mindestens ein Mal pro Jahr in der 100 000-Einwohner-Stadt Kpalimé und anderen Orten in Togo in Westafrika, um diverse Hilfsprojekte voranzutreiben, erzählt er. „In unseren Ausbildungswerkstätten wird der erste Krankenwagen von Kpalimé regelmäßig gewartet werden.“


Karl Kurz, Präsident des „Lions Club Aalen“, erinnert daran, dass das Engagement der Aalener Lions für Togo bereits seit 15 Jahren bestehe. „Treibende Kraft ist Richard Salzer aus Ellwangen in seiner Funktion als Vorsitzender des Lions Hilfswerks Aalen.“ Salzer sei auch zu verdanken, dass sich der „Lions Club Aalen“ weiterhin für Bildungsprojekte in Togo engagiere, aber nun auch im Gesundheitswesen.

Für Richard Salzer war ein tragisches Erlebnis in Togo dafür ausschlaggebend. Er berichtet: „Rudi, unser langjähriger Freund vor Ort, musste dringend in die Klinik nach Lomé gebracht werden. Weil entsprechende Transportmöglichkeiten fehlten, kam für ihn jede Hilfe zu spät.“

Anton Weber informiert: „In Kpalimé gibt es trotz Corona kein Intensivbett.“ Dem Krankenhaus, das so groß sei wie das Stauferklinikum in Mutlangen, habe die Togo-Hilfe vor 25 Jahren 20 Betten gespendet – inzwischen auch zwei Röntgengeräte. „Bisher haben wir immer pro Jahr zwei bis drei Container voller Spenden nach Togo verschifft.“

Die Stadt Kpalimé ist 120 Kilometer von Lomé entfernt an der Grenze zu Ghana.